Was diese Woche zu kurz kam
00:00:00: Kaum ein gesundheitspolitisches Thema polarisiert so sehr wie Schwangerschaftsabbrüche.
00:00:16: Das Thema hat eine extreme politische Präsentz.
00:00:19: Bei der US-Präsidentschaftswahl, im Jahr ist es fast ein Drittel der Wählerinnen, dass sehr oder die von ihnen gewählte Kandidatin ihre Haltung zu Schwangersschaftsabbrechen teilen müsse.
00:00:29: Bei der Bundestagswahl in Deutschland fanden sich in den Programmen aller großen Parteien Forderungen zur Regelung des Schwangerschaftsabbruchs.
00:00:38: Auch im Bundestag wird daher immer wieder über eine Neuregelung des Schwangerschafts-Abbruchs diskutiert, zuletzt in Plenardebatten in den Jahren für Jahrzehnte und Zwanzigundzwanzig.
00:00:47: Der Wahlgrafzweiner Dachzehn im Strafgesetzbuch
00:00:49: ist zutiefst
00:00:50: patriarchal.
00:00:51: Mit dem Schwangersachtsabbruch wird Leben beendet.
00:00:53: Ein Schwangerslapsabbrug ist kein Verbrechen!
00:00:57: Frauen
00:01:01: haben ein
00:01:05: Recht auf Und auch auf den Straßen sorgt das Thema für Debatten.
00:01:09: In München zuletzt bei zwei großen Demonstrationen im April.
00:01:12: Wir waren für euch beim Marsch fürs Leben und bei ProJoyz München dabei, haben mit Aktivistinnen und BeraterInnen gesprochen und wollen die Fragen beantworten – warum polarisiert das Thema so?
00:01:23: Was wollen die beiden Lager und ist seine Einigung in Sicht?
00:01:34: Eine Abtreibung oder auch Schwangerschaftsabbruch ist laut dem Bundesfamilienministerium das absichtlich herbeigeführte, vorzeitige Beenden einer Schwangersschaft.
00:01:43: Beide Begriffe bezeichnen prinzipiell das Gleiche – sie sind aber politisch unterschiedlich konnotiert!
00:01:48: Schon die Wortwahl zeigt also wie politisch aufgeladen das Thema ist.
00:01:52: Ein Abbruch kann medikamentös- oder operativ erfolgen.
00:01:55: Was möglich ist, hängt von der Schwangerschaftswoche ab und ist ansonsten eine individuelle Entscheidung.
00:02:00: Entweder beendet man also die Entwicklung des Fötus durch Medikamente und leitet dann eine Blutung ein oder man entscheidet sich für einen operativen Eingriff – da wird der Fötuss in der Regel unter vollener Kose aus dem Mutterleib abgesaugt!
00:02:13: Die Legalität dieser Eingriffe ist weltweit sehr unterschiedlich geregelt.
00:02:17: In Ländern wie zum Beispiel El Salvador aber auch an den europäischen Ländern Malta ist Abtreibung durch ein sogenanntes Totalverbot untersagt.
00:02:26: In Malta dürfen Ärzte sogar erst seit einer Gesetzesänderung in den Jahren im Jahr und zwei Jahre eingreifen, wenn das Leben der Mutter unmittelbar bedroht ist.
00:02:34: Der krasse Gegensatz ist Frankreich – dort ist die Freiheit zur Abtreiberung in der Verfassung festgehalten.
00:02:40: Länder wie Kanada haben den Schwangerschaftsabbruch vollständig entkriminalisiert und behandeln ihn als ganz normalen medizinischen Eingriff.
00:02:47: Deutschland befindet sich zwischen diesen Gegensätzen!
00:02:50: Schwangerschaftsabbrüche sind bei uns zwar gesetzlich durch den Pädagrafen twohundertachzehn im Strafgesetzbuch verboten, theoretisch sogar unter Androhung von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.
00:03:00: Es gibt aber mehrere Ausnahmen durch den Pedagraffen zweihundertachtzehn A. Der Abbruch muss dafür unbedingt auf Wunsch der Frau erfolgen und von einem Arzt in den meisten Fällen bis zur zwölften Schwangerschaftwoche durchgeführt werden.
00:03:12: Zusätzlich muss sich die Frau aber noch vorher bei einer anerkannten Beratungsstelle beraten lassen und nach der Beratung noch mindestens drei Tage bis zur Durchführung des Eingriffs abwarten.
00:03:22: Ausnahmen gibt es hierbei medizinischen Gründen oder zum Beispiel nach einer Straftat, die sogenannten Spedabtreibungen machen aber nur etwa drei Komma drei Prozent aller durchgeführten Eingriffe aus.
00:03:33: insgesamt wurden in Deutschland im Jahr zwei tausend fünfundzwanzig etwa hundert sechstausend Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.
00:03:40: gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl dabei leicht gesunken.
00:03:43: Die aktuelle Gesetzeslage steht vor allem bei Feministinnen und Pro-Choice-AktivistInnen stark in der Kritik.
00:03:49: Wer Abtreibungen gegenüber kritischer eingestellt ist, befürwortet hingegen oft die vielen Hürden, die das Gesetz schafft, bevor eine Abtreimmung durchgeführt werden kann.
00:03:57: Einer der größten Vereine der deutschen Lebensrechtsbewegung ist die Aktion Lebensrecht für alle.
00:04:03: Auf ihrer Website beschreiben Sie ihre Ziele wie folgt
00:04:06: Unsere Mission – jedes Leben schützen!
00:04:08: Im Herbst, nineteenhundertfünfeinwundneunzig wurde der Artikel zweihundertachzehn STGB zum Schwangerschaftsabbruch insofern geändert das ungeborene Kinder in Deutschland unter keinem strafrechtlichen Schutz mehr stehen.
00:04:20: Dies bedeutet sie können bis zu ihre Geburt getötet werden zwar rechtswidrig aber straffrei.
00:04:26: Als Folge davon verbreitete sich der Eindruck Abtreibung sei ein legitimes Mittel der Geburtenkontrolle.
00:04:32: über dieses Missverständnis möchte die Alpha IV informieren und aufklären.
00:04:36: In der Realität gestaltet sich ein Abbruch nach der zwölften Woche eher schwierig.
00:04:40: Erlaubt ist das nur bei kriminologischen oder medizinischen Gründen.
00:04:44: Auch wenn die Schwangere für den Versuch eine Abtreibung nicht bestraft wird, machen sich weitere beteiligte Personen wie Ärzte sonst nach der Zwölften-Woche strafbar.
00:04:53: Trotzdem sorgen sich Vereine wie Aktion Lebensrecht für alle Kurzalpha um den Wert des Lebensrechts – wie sie auf ihrer Seite erklären!
00:05:00: Um das besser zu verstehen spreche ich mit der Bundesvorsitzenden der Alpha Cornelia Kaminski.
00:05:06: Sie möchte für den Schutz des Menschenrechts auf Leben eintreten und erzählt mir von den verschiedenen Angeboten des
00:05:11: Vereins.
00:05:12: Und um das zu tun, um es dafür also einsetzen zu können vor allem am Lebensanfang haben wir ein ganz vielfältiges Hilfsangebot für Frauen in Schwangerschaftskrisensituationen
00:05:22: aufgelegt
00:05:23: mit denen wie sie unterstützen möchten
00:05:24: um ihnen
00:05:25: eine Alternative anzubieten und die Möglichkeit aufzuzeigen ein Leben führen zu
00:05:30: können vielleicht
00:05:31: dann eben auch mit Kind.
00:05:32: Neben verschiedenen Beratungsangeboten ist der Verein aber auch in Schulen aktiv, auf Anfrage durch Vorträge oder Infomaterial.
00:05:39: Inzwischen vertritt er seine Mission auch politisch.
00:05:42: twenty-fünfundzwanzig zeigten Recherchen des NDR und BR das Postkartenbriefe und die Vereinstzeit schrift an Politikerinnen geschickt worden seien.
00:05:51: Diese seien darin dazu angehalten geworden sich mehr für den Schutz des ungeborenen Lebens einzusetzen.
00:05:56: Also was die Abtreibungsgesetzgebung betrifft, versuchen wir natürlich mit Politikern ins Gespräch zu kommen.
00:06:03: Das aber vor allem als es jetzt darum
00:06:05: ging,
00:06:06: die momentan geltende
00:06:07: Abtreiberungsregelungen
00:06:08: zu
00:06:08: verändern.
00:06:09: In all den vielen Jahren in denen der
00:06:11: twohundertachsenden
00:06:13: unangetastet waren und es darüber keine Diskussion gab sind wir das so auch nicht im Gespräch gewesen mit Politiktern.
00:06:19: Wir sind erst aktiv geworden, als es darum ging den Paragrafen so wie er jetzt ist zu verändern und sie liberalisieren.
00:06:27: Und zwar auch deswegen vor allem weil ich oder bei unserer Organisation darin auch einen Schutz für die Frauen
00:06:34: sieht.".
00:06:34: Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören für Cornelia Kaminski vor allem die Beratungspflicht und die anschließende dreitige Gip-denkzeit.
00:06:42: Aktivistinnen der ProChoice Seite sehen hier hingegen oft eine Beformundung der schwangeren Personen.
00:06:47: Um ihr ein Bild von der sogenannten Schwangerschaftskonfliktberatung zu machen, habe ich das selbst Svenja Zöllig getroffen.
00:06:53: Sie arbeitet beim Verband Pro Familia für dort selbst solche Beratungen durch und erklärt mir den
00:06:58: Ablauf.".
00:06:59: Für die Beratung würden immer sechzig Minuten als Zeitrahmen
00:07:02: gesetzt,
00:07:03: dass man auf jeden Fall genügend Zeit hat
00:07:04: um miteinander alles
00:07:06: zu besprechen und dem Raum zu geben.
00:07:08: Es ist ja
00:07:09: ganz unterschiedlich wie die Frauen ankommen ob sie bereits
00:07:11: eine Entscheidung getroffen
00:07:13: haben oder ob sie hochambivalent sind.
00:07:14: sehr unsicher sind so.
00:07:16: wir wissen nie wie das Gespräch sozusagen
00:07:18: welche Fragen
00:07:19: kommen, wie der Verlauf ist, wie betroffen die Frau davon ist usw.
00:07:23: Das wird dann alles in dem Gespräch örtereinandereroiert.
00:07:29: Wichtig
00:07:33: ist, wenn ihr Zöllch dabei die wertfreie und ergebnisoffene Beratung – und natürlich die Schweigepflicht.
00:07:39: Auch Anonymität bei der Beratungen ist möglich.
00:07:42: Nach der Beratsung erhält die Frau den gesetzlich erforderlichen Nachweis um bei einem Arzt oder einer Ärztin in Eingriff durchführen zu lassen.
00:07:49: Lauts wenn ihr zöllch kommen aber viele Frauen bereits mit einer Entscheidung in die Beratungs-
00:07:54: Bis dann
00:07:54: die Klienten
00:07:55: hier in Termin halt, wir machen das immer sehr zeitnah und
00:07:57: da kann auch noch mal ein Tag vergehen oder möglicherweise
00:08:00: auch zwei.
00:08:01: Und der größte kommt schon
00:08:02: mit einer Tendenz.
00:08:04: aber es gibt
00:08:04: durchaus auch Frauen,
00:08:06: die
00:08:06: hochunsicher
00:08:07: sind und sehr sehr ambivalent sind in ihrer Entscheidung
00:08:11: und es gibt auch
00:08:12: diese Situation dass ein paar gemeinsam kommt um das unterschiedliche Entscheidungen
00:08:16: im Raum stehen.
00:08:17: Insgesamt erfolgen laut Svenja Zöllich die meisten Entscheidungen selbst bestimmt und ohne Druck von außen.
00:08:23: Trotzdem wird das Thema weiter kontrovers diskutiert.
00:08:26: Also gesellschaftlich würde ich sagen,
00:08:27: es ist immer weiterhin ein großes
00:08:29: Tabuthema und polarisiert jetzt auch in Deutschland.
00:08:33: Es ist unfassbar schade dass die neue Regelung des Schwangerschaftsabbruchs nicht weitergeführt
00:08:39: wurde Und den Empfehlungen
00:08:40: auch nicht quasi stattgegeben wurde.
00:08:43: Dass es zu einer
00:08:43: neuen Regelung kommt.
00:08:45: Das wäre eine sehr große Chance gewesen um auch gesellschaftliches Thema-Schrangerschaft abbrüche eben anders zu verorten.
00:08:52: Und man weiß ja aus den Abfragen, dass
00:08:54: sich ja auch unter achtzig Prozent dafür ausgesprochen haben für eine
00:08:58: neue Regelung.
00:08:59: Bei dieser Neuregelung geht es vor allem um eine Reform oder die Abschaffung vom Paragraf zweihundertachzehn.
00:09:05: Damit würde Abtreibungen in dieser Form nicht mehr im Strafgesetzbuch auftauchen.
00:09:09: Schwangerschaftsabbrüche sollen damit grundlegend entkriminalisiert werden – also die Reform über die ich auch mit Cornelia Kaminski gesprochen habe und der sie kritisch gegenübersteht.
00:09:20: Auch sie nimmt eine Veränderung des Diskussionsklimas wahr, bemerkt aber eher eine Veranderung zum Nachteil des ungeborenen Lebens.
00:09:26: Na ja das liegt daran dass wir eine Stimmung haben
00:09:29: bei der
00:09:30: das Recht auf Selbstbestimmung sehr wichtig geworden ist.
00:09:33: Das ist früher nicht so gewesen.
00:09:35: Und dieses Recht auf
00:09:37: Autonomie,
00:09:38: auf Selbstbestimmung ist in den Vordergrund gedrängt worden, dass es bei einer Abtreibung ja immer um zwei Menschen geht über die bestimmt wird und der zweite Mensch wird
00:09:49: ausgeblendet.".
00:09:50: Neben der Vernachlässigung der Rechte des Embryos fürchtet sie aber auch Gefahren für die Frauen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Abtreiberungsmedikamenten.
00:09:58: Diese Unsicherheiten bei der Einnahme entstehen aber vor allem auch, wenn Abtreibungen zu sehr in die Illegalität getrieben werden.
00:10:05: Eine Strafverfolgung oder sogar Gefängnisstrafen für betroffene Frauen hält Kaminski deshalb nicht unbedingt für sinnvoll – trotzdem befürwortet sie die Mechanismen der aktuellen Gesetzeslage.
00:10:15: Wir müssen differenzierter auf das Problem schauen und wir dürfen Frauen nicht verurteilen.
00:10:19: Und wir müssen liebevoller mit ihnen umgehen.
00:10:22: Und diesen Ansatz, den wünsche ich mir von der Gegenseite tatsächlich eben
00:10:26: auch.
00:10:26: Ich glaube
00:10:26: aber dass das nicht nur im Bereich Abtreibung so ist sondern in vielen anderen
00:10:30: Feldern auch.
00:10:31: Wie aufgeheizt die Debatte ist sehen wir auch auf der Straße mitten in München.
00:10:36: Um ein besseres Bild davon zu bekommen besuche ich mit meinen Kolleginnen den sogenannten Marsch fürs Leben und die Zugehörige gegen Demonstration.
00:10:44: Letzteres startet bereits etwas früher.
00:10:46: Vom Udeonsplatz ziehen etwa viertausend Menschen in Richtung Königsplatz, wo wenig später der Marsch fürs Leben stattfindet.
00:10:53: Gegen den wollen die Demonstrantinnen ein klares Zeichen setzen Weil ich für
00:10:57: mich und meine Tochter und alle meine Schülerinnen dafür eintreten möchte, dass Frauen das Recht haben über ihren eigenen Körper zu bestimmen.
00:11:04: Mir
00:11:04: ist einfach ein Anliegen des Personenen wenn sie einen Schwangerschaft abmachen wollen, dass sie das machen können.
00:11:11: Ja ich denke Abtreibung per se ist ein sensibles Thema aber ich finde pauschal einfach dagegen das zu verbieten keine Option.
00:11:18: Bei der Demo sind auch VertreterInnen des Vereins Doctors for Choice dabei.
00:11:22: Der Verband besteht unter anderem aus Ärztinnen Pflegepersonal- und Hebammen und setzt sich für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ein.
00:11:30: Sie kritisieren vor allem den in der Realität sehr schwierigen Zugang zu Abtreibungen.
00:11:34: Generell ist aber diese Situation in Deutschland einfach furchtbar, insbesondere in Bayern zum Beispiel im Bereich Niederbayern.
00:11:40: Für einen ganzen Regierungsbezirk gibt es genau zwei Ärztinnen, die Schwangershaft-Abbrüche durchführen und das heißt eine Person, die das jetzt braucht aus NiederBayern muss dann z.B.
00:11:49: zwei Stunden nach München fahren, muss dafür erstmal sich ein Auto organisieren vom Job frei nehmen usw..
00:11:55: Diese Engpässe bei der Versorgung kommen auch daher, dass Abtreibungen in Deutschland nur selten Teil des Medizinstudiums sind.
00:12:01: Auch gesellschaftliche Stigmatisierung ist ein Faktor.
00:12:04: Damit die abgebaut wird und sich der Zugang zu Abtreibern verbessert, fordern Doktors for Choice deshalb eine Änderung in der Gesetzgebung.
00:12:11: Es ist für uns absolut untragbar, dass die Regelung zu den Schwangerschaftsabbrüchen
00:12:15: in dem
00:12:16: gleichen Zug beschrieben werden wie Mord, Totschlag und Vergewaltigung.
00:12:20: Das ist auch ein Grund warum es viele Ärztinnen nicht anbieten weil sie natürlich Angst vor Repressalien haben Und diese Reformen die ja letztes Jahr schon angestoßen wurde aber leider nicht durchkam.
00:12:29: Die muss einfach dringend notwendig.
00:12:32: Es muss legalisiert
00:12:33: werden.
00:12:33: Anders sehen das die Demonstrantin im Königsplatz.
00:12:36: Hier startet gleich der sogenannte Marsch fürs Leben.
00:12:39: Der Platz wurde von der Polizei abgesperrt.
00:12:41: Die etwa Viertausendfünfhundert TeilnehmerInnen warten vor einer Bühne auf den Beginn der Veranstaltung.
00:12:47: Es läuft Volksmusik, viele Teilnehmerinnen sind extra angereist – oft auch aus religiöser Motivationen.
00:12:53: Demonstrant-Innen sagen uns dazu Folgendes
00:12:58: Der Titel der Demonstration ist begründet genug für das Leben weil jedes Leben gleich wichtig ist.
00:13:03: wir sind alle geschaffen von unserem Herrn Der liebt uns alle gleich.
00:13:07: Wir haben Verantwortung
00:13:08: füreinander.".
00:13:09: Weil ich glaube, dass es einen Gott gibt der jeden Menschen schon vom ersten Moment seiner Existenz von der Empfängnis an liebevoll anschaut wie's zum Beispiel im Talben hundertneinunddreißig heißt.
00:13:20: als ich noch gestaltlos war sahen mich bereits deine Augen und mit dem Lebensgefühl versuche ich durchs Leben zu gehen.
00:13:28: Einfach weil ich rational
00:13:29: denke das Leben geschützt
00:13:31: muss
00:13:31: und die Abtreibung
00:13:33: eine Mörder ist.
00:13:34: Ich bin hier, um vieles Leben einzustehen aus meinen katholischen Grundwerten.
00:13:40: Weil jedes Leben lebenswert und schützenswert
00:13:42: ist.".
00:13:43: Die Forderungen vieler Teilnehmerinnen des Marschs fürs Leben gehen über die reine Ablehnung von Abtreibungen hinaus.
00:13:49: Viele sprechen auch über Familienförderung, soziale Unterstützung und gesellschaftliche Wertschätzung von Elternschaft.
00:13:55: Von der Politik wünschen sich die DemonstrantInnen vor allem Reform in der Familienpolitik mehr finanzielle Förderung für Familien, Kita-Plätze Und ein familienfreundlicheres Klima.
00:14:06: Auch an die Gegendemonstrantinnen äußern sie klare Wünsche!
00:14:09: Ich würde mich freuen, wenn man mehr Dialog hätte und nicht so viel
00:14:13: Aggression
00:14:13: von der anderen Seite spüren
00:14:14: würde... Verwerflich
00:14:15: ist jedoch das Mundtotmachen
00:14:18: Das
00:14:19: Sture gegen eine andere Meinung anschreien.
00:14:21: Versucht euch mal
00:14:23: auf Gott einzulassen und auf den Gedanken dass es einen Schöpfer gibt und nicht nur unsere menschlichen Horizont.
00:14:32: Dialog gab es an diesem Tag über die Absperrungen hinweg kaum und auch politisch ist eine Einigung in nächster Zeit eher nicht zu erwarten.
00:14:39: Im aktuellen Koalitionsvertrag stehen nur wenige Sätze zum Thema Abtreibungen, das Thema bleibt auf jeden Fall polarisierend.
00:14:46: Diskutiert wird dabei nicht nur über die Ethik des Schwangerschaftsabbruchs selbst – auch genauer gesetzliche Bestimmungen wie das verpflichtende Beratungsgespräch werden debattiert!
00:14:55: Die einen sehen darin ein Schutzmechanismus, die anderen eine Bevormundung der Frau.
00:15:00: Beide Seiten wünschen sich mehr Verständnis von der Gegenseite.
00:15:03: Doch wegen der unterschiedlichen Grundannahmen und moralischen Perspektiven ist eine Einigung schwierig!